E-Flugzeugschlepper: Emissionslos auf dem Flugplatz-Vorfeld

Selbst Flugzeuge lassen sich elektrisch schleppen.
Wie das geht, zeigt der E-Flugzeugschlepper «emover»
unserer Kundin HYDRO Systems KG eindrücklich auf.

An normalen Tagen heben weltweit mehr als 100’000 Flugzeuge ab. Eine beachtliche Zahl, die sich in den nächsten 15 Jahren sogar verdoppeln könnte. Das birgt Herausforderungen: Nicht nur in der Luft, sondern auch auf dem Flughafen. Aber währenddessen alternativ angetriebene Flugzeuge noch auf sich warten lassen, können Fahrzeuge für die Flugzeugabfertigung, auch Ground Handling genannt, bereits heute elektrifiziert werden.

Seitenansicht des vollelektrischen Flugzeugschleppers emover der HYDRO Systems KG

Elektrische Abfertigung verspricht Leistungsstärke und Effizienz

Das dies gelingen kann, zeigt der vollelektrische Flugzeugschlepper namens emover der HYDRO Systems KG eindrücklich. Die Firma gehört zu den führenden Herstellern von Geräten für den Bau, die Wartung und das Bewegen von Flugzeugen. Ihr emover kann Verkehrsflugzeuge vom kleinen Regional Jet bis zum Großraumflugzeug A380 mit einem Schleppgewicht von bis zu 590 Tonnen schieben und ziehen. Der Vorteil? Dank der universellen Einsetzbarkeit lassen sich ganze Abschnitte von Terminals durch einen einzigen Schleppertyp abdecken. Der hohe Verfügbarkeitsgrad des Fahrzeugs und der elektrische Antriebsstrang sorgen dabei für maximale Effizienz. Dadurch lassen sich bis zu 40% der Schleppfahrzeuge einsparen.

Durchdachtes Antriebs- und Aufnahmekonzept

Für den Bau des emovers setzt die HYDRO Systems KG auf die neuste Generation an Lithium-Ionen-Traktionsbatterien, welche eine Schnellladung erlauben. Sechs lenkbare, mit Radnabenmotoren  angetriebene Räder und ein Lenkeinschlag von bis zu 180° sorgen für die höchstmögliche Manövrierfähigkeit und Agilität auf dem Flugfeld. Der Schleppzylinder mit drei Freiheitsgraden bestückt sich automatisch mit den unterschiedlichen, flugzeugspezifischen Schleppköpfen.

Elektronik und Software als Enabler

Mittels fortschrittlicher Mess-, Regel-, Sensor-, Kamera- und Softwaretechnik wird der Schlepperfahrer bei der Arbeit durch das Gesamtsystem optimal unterstützt. Von der Kraftminimierung, bis zur automatisierten Positionierung zum Flugzeug und Schleppkopfwechsel oder dem integrierten Kollisionsschutz. Bei der Leerfahrt sorgt ein Kamerasystem für die perfekte Rundumsicht. Est ist daher kein Wunder, dass der emover das Innovations-Highlights der weltweit größten Flughafenmesse interairport Europe 2019 in München war.

Die Durot Electric GmbH war in die Entwicklung des elektrischen Flugzeugschleppers eingebunden. Wir haben das Hochvolt-System mitentwickelt und waren an der Umsetzung der funktionalen Sicherheit als auch bei der VCU-Programmierung beteiligt. Hierbei konnten wir durch unsere ausgewiesene Elektromobilitäts-Expertise überzeugen.

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